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Ki-AI
Ki-Atmung
Ki-Prinzipien

Ki-Atmung

Die konzentrierte tiefe Bauchatmung dieser Übung soll die Entwicklung eines starken Ki fördern.
Betrachte das Auf und Ab der Gezeiten. Die aufsteigenden und fallenden Wellen brechen sich am Ufer und erzeugen das Meeresrauschen. Dein Atem sollte dem gleichen Muster folgen, indem du mit jedem Atemzug das ganze Universum in dich aufnimmst. Wisse, daß wir Zugang haben zu vier Schätzen: der Energie von Sonne und Mond, dem Atem des Himmels, dem Atem der Erde und dem Auf und Ab der Gezeiten.
- Ueshiba Morihei, The Art of Peace -

Seiza

Sitze in seiza, dem Kniesitz: Knie etwa schulterbreit auseinander, Zehen eventuell überkreuzt, Hände locker auf den Oberschenkeln, Rücken, Hals und Kopf in einer geraden Linie; oder mit gekreuzten Beinen (vorzugsweise auf einem kleinen Kissen, um die Wirbelsäule gerade zu halten). Sitze locker, mit geradem Rücken und entspannten Schultern, so daß der Schwerpunkt deines Körpers auf natürliche Weise mit deinem hara, der Mitte (etwas unterhalb des Bauchnabels), zusammenfällt. Halte während der gesamten Atmung die Augen geschlossen.

Ausatmung

Öffne den Mund und atme auf den Laut "hah..." aus. Bleibe dabei locker und entspannt. Zum Ende, wenn scheinbar keine Luft mehr in den Lungen ist, neige den Oberkörper leicht nach vorne und denke weiterhin den Laut; es strömt immer noch Luft aus. Achte darauf, nicht zu pressen, denn dann bist du nicht entspannt. Allein durch die Neigung des Oberkörpers wird die restliche Luft sanft aus den Lungen gedrückt.

Einatmung

Schließe den Mund und warte ein paar Sekunden in vorgeneigter Haltung. Atme dann ruhig in dieser Haltung durch die Nase ein und denke den Laut "ng...". Fülle ruhig und entspannt Deinen Körper mit Luft von unten nach oben (wie einen Krug mit Wasser). Denke auch hier weiter, wenn es genug scheint - es tritt immer noch Luft ein - und richte dich auf. Nach der Einatmung halte für einige Sekunden den Atem in dem Einen Punkt und beginne wieder mit der Ausatmung.

Die Ki-Atmung wird oft vom Lehrer durch Handklatschen oder Schlagen von Hölzern geführt. Wird die Übung selbständig gemacht, versuche deinen eigenen Rhythmus einzuhalten und mit jedem Atemzug wacher und entspannter zu werden.

 

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