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Ki-Prinzipien

Ki-Prinzipien für Aikido

(Ein Blick ins 'andere Lager'. Ist das gefährlich? Ist das ketzerisch? Ist das überflüssig?)

Die Anfang der siebziger Jahre von Koichi Tohei, einem Meisterschüler O-Senseis, entwickelte Richtung Shin-Shin-Toitsu-Aikido (Aikido in Einheit von Geist und Körper) legt ganz besonderes Augenmerk auf das Ki-Konzept. Die Entwicklung des Ki soll hier in explizitem, das Aikido-Training begleitenden Ki-Training mit speziellen Übungen erreicht werden. Entsprechend wurden eine Reihe sogenannter Prinzipien aufgestellt, die im Training (und darüber hinaus) Anwendung finden sollen.

Die vier Grundprinzipien der Einheit von Geist und Körper

  1. Halte den Einen Punkt (hara/kikai)
    Konzentration auf den Unterbauch, die Quelle unserer Energie und Ursprung all unserer Bewegungen, versetzt uns in Ruhe, aus der ein inneres und äußeres Gleichgewicht entsteht. Ultimativ wird unsere Körpermitte zur Mitte des Universums.
  2. Sei vollkommen entspannt
    Körperliche Entspannung geht mit geistiger Entspannung einher. Keine störenden Gedanken machen unsere Muskeln fest; keine körperlichen Empfindungen behindern oder beeinflussen unseren Geist. Körper und Geist sind eins.
  3. Halte das Gewicht unten
    Ein tief liegender Schwerpunkt gibt physische Stabilität und damit - über die Einheit von Geist und Körper - auch mentale Ausgewogenheit.
  4. Ki fließt
    Wenn weder unser Handeln noch unser Empfinden von irgendetwas blockiert wird, können unser Sein und unsere Gedanken unbeeinträchtigt aus uns herausfließen. Dies erzeugt eine Offenheit, die zu unserer Ausgewogenheit beiträgt und positiv auf uns selbst zurückwirkt.
In der Ruhe liegt die Kraft.

Die fünf Prinzipien des Shin-Shin-Toitsu-Aikido

  1. Ki strömt vom hara
    Sei offen und ausgeglichen gegenüber deiner Umwelt.
  2. Erkenne den Geist des Partners
    Gehe einfühlsam und verständnisvoll mit deinen Mitmenschen um.
  3. Respektiere des Partners Ki
    Nimm deinen Partner als Menschen und Individuum wahr.
  4. Versetze dich an die Stelle des Partners
    Akzeptiere dein Gegenüber mit all seinen Stärken und Schwächen.
  5. Führe mit Selbstvertrauen
    Akzeptiere dich selbst
Liebe deine Mitmenschen wie dich selbst.

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